Spa – Wo Wellness erfunden wurde
Die kleine Stadt Spa in den belgischen Ardennen gab einem weltweiten Phänomen ihren Namen: Seit der Antike sind die heilkräftigen Thermalquellen von Spa bekannt, und seit dem 16. Jahrhundert pilgern Gesundheitssuchende und Adlige hierher. Das englische Wort “spa” für Wellnessanlagen und Heilbäder leitet sich direkt von dieser belgischen Stadt ab – ein einzigartiges sprachliches Erbe, das bis heute in jeder Sprache der Welt verstanden wird.
Eingebettet in die dicht bewaldeten Hügel der Ardennen, verbindet Spa auf einzigartige Weise Naturheilkunde, kulturelle Tradition und moderne Entspannung. Wer die Ursprünge der europäischen Badekultur verstehen will, muss nach Spa reisen. Die Stadt ist nicht nur ein historisches Juwel, sondern auch ein lebendiger Kurort, der Besucher aus aller Welt mit seinem Thermalwasser, seiner Architektur und der umgebenden Naturlandschaft begeistert.
| Lage | Provinz Lüttich, Ardennen, Wallonien |
| Einwohner | ca. 10.500 |
| Höhe | etwa 250–500 m über dem Meeresspiegel |
| Thermalquellen | mehrere eisen- und kohlensäurehaltige Quellen |
| Wassertemperatur | ca. 36 °C in den Thermalbecken |
| Berühmte Besucher | Peter der Große, Victor Hugo, Kaiser Wilhelm II., Kaiserin Maria Theresia, Giacomo Casanova |
| Casino de Spa | gegründet 1763 – eines der ältesten Casinos der Welt |
| Rennstrecke | Circuit de Spa-Francorchamps (7,004 km Länge) |
| UNESCO-Welterbe | seit 2021 (Great Spa Towns of Europe) |
| Entfernung Lüttich | ca. 35 km südöstlich |
Der Ursprung des Wortes “Spa”
Die Herkunft des Wortes “Spa” ist Gegenstand verschiedener Theorien. Die verbreitetste Erklärung leitet es vom wallonischen Wort “espa” ab, das “Quelle” oder “Brunnen” bedeutet. Eine alternative Deutung sieht den Ursprung im lateinischen Akronym “Sanitas Per Aquam” (Gesundheit durch Wasser), obwohl diese Herleitung unter Sprachwissenschaftlern umstritten ist. Unbestritten hingegen ist die Tatsache, dass der Name der belgischen Stadt im Laufe der Jahrhunderte zum allgemeinen Begriff für Kurorte, Heilbäder und Wellnessanlagen auf der ganzen Welt geworden ist. Vom luxuriösen Spa-Resort in Bali bis zum Stadtspa in New York – sie alle tragen den Namen einer kleinen wallonischen Gemeinde in den Ardennen.
Bereits im 16. Jahrhundert verwendete man den Begriff “Spa” im Englischen als Bezeichnung für Heilquellen und Kurorte. In der Stadt Bath in England und in weiteren britischen Kurorten wurde der Name als Gattungsbezeichnung übernommen. Mit der weltweiten Verbreitung der englischen Sprache gelangte das Wort schließlich in nahezu alle Sprachen der Erde – ein bemerkenswertes linguistisches Vermächtnis für eine Gemeinde mit gerade einmal rund 10.500 Einwohnern.
Geschichte der Thermalquellen – Von den Römern bis zur Neuzeit
Die Heilquellen von Spa waren bereits in der Antike bekannt. Römische Siedler nutzten die eisenhaltigen Quellen der Region, und archäologische Funde belegen eine frühe Badetradition in diesem Gebiet. Der römische Naturforscher Plinius der Ältere erwähnte bereits mineralreiche Quellen in der Region, die dem heutigen Spa entsprechen könnten.
Die eigentliche Blütezeit des Kurorts begann im 16. Jahrhundert. Im Jahr 1559 verfasste der Arzt Collin Leunis eine Abhandlung über die Heilkräfte der Quellen von Spa, die weithin Beachtung fand. Adlige, Gelehrte und wohlhabende Bürger aus ganz Europa reisten fortan in die Ardennen, um die heilenden Wasser zu trinken und darin zu baden. Spa entwickelte sich zum ersten echten Kurort des modernen Europas – lange bevor Bath, Baden-Baden oder Karlsbad ihren Ruf als Kurstädte erlangten.
Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte Spa seinen Höhepunkt als Treffpunkt des europäischen Adels. Monarchen, Diplomaten und Künstler gaben sich hier die Klinke in die Hand. Die Stadt wurde zum “Café Europas” – ein Ort, an dem Politik, Kultur und Gesellschaft zusammenfanden, während man die heilenden Quellen genoss.
Peter der Große und der Pouhon Pierre-le-Grand
Zu den berühmtesten Besuchern von Spa gehört Zar Peter der Große von Russland. Er besuchte den Kurort im Jahr 1717, um seine angeschlagene Gesundheit zu pflegen. Der Zar war von der Wirkung der eisenhaltigen Quellen derart überzeugt, dass er ihren Ruf in ganz Europa verbreitete. Sein Besuch trug maßgeblich dazu bei, Spa als führenden Kurort des Kontinents zu etablieren.
Ihm zu Ehren wurde der wichtigste Trinkbrunnen der Stadt “Pouhon Pierre-le-Grand” genannt. Das imposante Gebäude, das den Brunnen heute überdacht, stammt aus dem 19. Jahrhundert und befindet sich im Herzen der Stadt. Besucher können hier noch immer das eisenhaltige Mineralwasser direkt aus der Quelle trinken und die prachtvolle Architektur bewundern. Im Inneren des Gebäudes befindet sich ein großes Gemälde, das eine Szene aus dem Aufenthalt Peters des Großen in Spa darstellt. Der Pouhon ist ein eindrucksvolles Zeugnis der langen Kurtradition und ein Pflichtbesuch für jeden Spa-Besucher.
UNESCO-Welterbe: Great Spa Towns of Europe
Im Jahr 2021 wurde Spa gemeinsam mit zehn weiteren europäischen Kurstädten – darunter Baden bei Wien, Bath, Karlsbad und Vichy – in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Die Auszeichnung “Great Spa Towns of Europe” (Bedeutende Kurstädte Europas) würdigt die einzigartige Rolle dieser Orte für die Entwicklung der europäischen Badekultur, Medizin und Gesellschaft. Die Aufnahme unterstreicht die historische Bedeutung Spas als Geburtsort der modernen Wellnesskultur und verpflichtet zur Bewahrung des architektonischen und kulturellen Erbes der Stadt.
Thermes de Spa – Modernes Thermalbad mit Tradition
Das moderne Thermalbad Thermes de Spa liegt spektakulär auf dem Hügel Colline d’Annette et Lubin über der Stadt und bietet Innen- und Außenbecken mit natürlichem Thermalwasser. Das Wasser wird aus den gleichen Quellen gespeist, die seit Jahrhunderten Besucher anziehen, und auf eine angenehme Badetemperatur von etwa 36 Grad erwärmt. Von den Außenbecken hat man einen atemberaubenden Panoramablick über die dicht bewaldeten Ardennenhügel – besonders eindrucksvoll bei Sonnenuntergang oder wenn Morgennebel über den Tälern liegt.
Das Angebot umfasst Hamams, verschiedene Saunatypen (finnische Sauna, Dampfbad, Infrarotsauna), Whirlpools, Erlebnisduschen und einen großzügigen Ruhebereich. Darüber hinaus können Besucher aus einer Vielzahl professioneller Behandlungen wählen: Massagen, Gesichtsbehandlungen, Körperwickel und spezielle Kuren mit dem Thermalwasser von Spa gehören zum Programm. Eine historische Standseilbahn – die einzige ihrer Art in Belgien – verbindet das Thermalbad bequem mit dem Stadtzentrum und macht die Anreise selbst zu einem kleinen Erlebnis.
Casino de Spa – Eines der ältesten Casinos der Welt
Das Casino de Spa wurde im Jahr 1763 gegründet und gilt als eines der ältesten Casinos der Welt. Es entstand in einer Zeit, als der Kurort auf dem Höhepunkt seiner Beliebtheit stand und die europäische Aristokratie nach Unterhaltung neben den Kurbehandlungen suchte. Das Gebäude im neoklassizistischen Stil wurde mehrfach umgebaut und erweitert und dient heute nicht nur als Spielcasino, sondern auch als Veranstaltungsort für Konzerte, Theateraufführungen und Ausstellungen.
Die prunkvollen Räumlichkeiten mit ihren vergoldeten Stuckverzierungen und Kronleuchtern erinnern an die Glanzzeit des europäischen Adels. Im angrenzenden Park finden regelmäßig Veranstaltungen statt, und das Casino ist ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens der Stadt. Ein Besuch lohnt sich auch für Nicht-Spieler, allein wegen der beeindruckenden Architektur und Atmosphäre.
Spa Mineralwasser – Eine weltbekannte Marke
Spa ist auch für sein natürliches Mineralwasser berühmt, das unter den Markennamen Spa Reine (stilles Wasser) und Spa Barisart (mit Kohlensäure) in ganz Europa vertrieben wird. Das Wasser stammt aus tiefen unterirdischen Quellen in den Ardennen, die durch dicke Schichten aus Ton und Gestein auf natürliche Weise gefiltert werden. Dieser geologische Filterprozess dauert viele Jahrzehnte und verleiht dem Wasser seine besondere Reinheit und seinen charakteristischen Mineralgehalt.
Die Marke Spa gehört heute zum Konzern Spadel und ist eines der meistverkauften Mineralwasser in Belgien und den Nachbarländern. Das Besucherzentrum in der Nähe der Abfüllanlagen bietet Führungen an, bei denen die geologischen Besonderheiten der Region, der Weg des Wassers von der Quelle bis in die Flasche und die Nachhaltigkeitsbemühungen des Unternehmens erläutert werden. Rund um die Quellen erstreckt sich ein großes Naturschutzgebiet, das die Wasserqualität für kommende Generationen sichern soll.
Circuit de Spa-Francorchamps – Motorsport-Legende
Motorsportfans aus aller Welt kennen Spa vor allem wegen der berühmten Rennstrecke Circuit de Spa-Francorchamps. Der Große Preis von Belgien der Formel 1 findet hier regelmäßig statt, auf einer der anspruchsvollsten und landschaftlich schönsten Strecken des internationalen Rennkalenders. Die Strecke misst 7,004 Kilometer und schlängelt sich durch die bewaldeten Hügel der Ardennen, wobei erhebliche Höhenunterschiede bewältigt werden.
Die legendäre Kurve Eau Rouge – benannt nach dem gleichnamigen Bach, der die Strecke kreuzt – ist eine der berühmtesten und gefürchtetsten Passagen im gesamten Motorsport. Fahrer nehmen hier bei voller Geschwindigkeit eine Kompression im Tal und anschließend einen steilen Bergaufanstieg mit Linkskurve. Neben der Formel 1 finden auf der Strecke auch die 24 Stunden von Spa, Rennen der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft und zahlreiche weitere Motorsportveranstaltungen statt. Für Besucher werden Führungen über die Rennstrecke angeboten, und bei manchen Veranstaltungen kann man sogar selbst einige Runden auf dem legendären Kurs drehen.
Pouhon Pierre-le-Grand
Der historische Trinkbrunnen im Stadtzentrum, benannt nach Zar Peter dem Großen, ist ein Wahrzeichen von Spa. Besucher können das eisenhaltige Mineralwasser direkt aus der Quelle kosten und die Architektur des 19. Jahrhunderts bestaunen.
Thermes de Spa
Das moderne Thermalbad auf dem Hügel über der Stadt bietet Thermalbecken, Saunen, Hamams und professionelle Behandlungen. Die Standseilbahn macht die Anreise vom Stadtzentrum zum Erlebnis.
Casino de Spa
Eines der ältesten Casinos Europas, gegründet 1763, vereint Spielbetrieb und Kulturveranstaltungen in prachtvollen historischen Räumlichkeiten im Herzen der Stadt.
Fagne de Malchamps
Das Naturschutzgebiet oberhalb von Spa gehört zum Hohen Venn und bietet einzigartige Moorlandschaften, seltene Pflanzenarten und gut markierte Wanderwege durch eine der letzten Hochmoorlandschaften Westeuropas.
Spa-Francorchamps
Die legendäre Formel-1-Rennstrecke gehört zu den bekanntesten Motorsportanlagen der Welt. Führungen und Fahrererlebnisse machen sie auch außerhalb der Renntage zum Besuchermagneten.
Musée de la Ville d’Eaux
Das städtische Museum dokumentiert die reiche Kurtradition und zeigt historische Exponate, Jolités (bemalte Holzarbeiten aus Spa) und Zeugnisse der berühmten Besucher der Stadt.
Wandern rund um Spa – Die Promenaden und Wälder
Die Umgebung von Spa bietet ein hervorragend ausgebautes Netz an Wanderwegen, die durch dichte Laubwälder, über sanfte Hügelkuppen und entlang plätschernder Bäche führen. Die sogenannten “Promenaden” sind historische Spazierwege, die bereits im 18. und 19. Jahrhundert für die Kurgäste angelegt wurden. Sie führen zu verschiedenen Mineralquellen in der Umgebung, die jeweils eigene Geschmacksrichtungen und Mineralzusammensetzungen aufweisen.
Besonders beliebt ist die Wanderung zur Source de la Géronstère und zur Source de la Sauvenière, die durch stille Buchenwälder führen. Jede Quelle ist von einem historischen Pavillon überdacht, und das Wasser kann kostenfrei getrunken werden. Im Herbst, wenn sich die Ardennen in ein Meer aus Gold-, Rot- und Brauntönen verwandeln, gehören diese Wanderungen zu den schönsten Naturerlebnissen in ganz Belgien.
Für ambitioniertere Wanderer bietet sich die Tour zur Fagne de Malchamps an, einem Hochmoor oberhalb von Spa, das zum Naturpark Hohes Venn gehört. Auf Holzstegen durchquert man eine faszinierende Moorlandschaft mit Torfmoosen, Heidekraut und seltenen Vogelarten. Das Naturschutzzentrum Bérinzenne am Rande des Gebiets informiert über die ökologische Bedeutung dieser einzigartigen Landschaft und bietet geführte Naturwanderungen an.
Fagne de Malchamps – Hochmoor und Naturschutzgebiet
Das Naturschutzgebiet Fagne de Malchamps liegt auf den Höhen oberhalb von Spa und ist Teil des Hohen Venns, einer der ältesten Naturschutzregionen Belgiens. Die Hochmoorlandschaft ist ein Relikt aus der Eiszeit und beherbergt eine einzigartige Flora und Fauna. Torfmoose, Sonnentau, Wollgräser und verschiedene Heidekrautarten prägen das Landschaftsbild. Kreuzotter, Birkhuhn und zahlreiche Libellenarten finden hier einen geschützten Lebensraum.
Der Zugang erfolgt über gut markierte Wege und Holzstege, die das empfindliche Ökosystem schützen. Das Naturzentrum Bérinzenne ist ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungen und bietet Ausstellungen, Informationsmaterial und geführte Wanderungen an. Die Verbindung von Kurtourismus und Naturerlebnis macht Spa zu einem ganzheitlichen Erholungsort, an dem Körper und Geist gleichermaßen zur Ruhe kommen. Mehr zur belgischen Natur und Geografie →
Weitere Thermalorte in Belgien – Chaudfontaine und die wallonische Badetradition
Spa ist zwar der berühmteste, aber nicht der einzige Thermalort Belgiens. In Chaudfontaine, nur wenige Kilometer von Lüttich entfernt, entspringt die einzige natürlich warme Thermalquelle Belgiens. Das Wasser tritt hier mit einer Temperatur von etwa 36 Grad an die Oberfläche, nachdem es über 1.600 Jahre lang durch tiefe Gesteinsschichten gesickert ist. Das Château des Thermes in Chaudfontaine nutzt dieses warme Quellwasser für Thermalbäder, Wellnessbehandlungen und ein gehobenes Hotel-Erlebnis.
Auch das Mineralwasser von Chaudfontaine ist in Belgien ein bekanntes Markenprodukt. Die wallonische Region verfügt insgesamt über eine reiche Badetradition, die eng mit der geologischen Beschaffenheit der Ardennen zusammenhängt. Die Gesteinsschichten aus Kalkstein, Schiefer und Sandstein filtern das Regenwasser auf seinem langen Weg durch den Untergrund und reichern es dabei mit wertvollen Mineralien an.
Belgische Wellnesskultur – Tradition und Moderne
Die belgische Wellnesskultur hat ihre Wurzeln in den Thermaltraditionen von Spa und Chaudfontaine, hat sich aber längst über diese historischen Zentren hinaus ausgebreitet. In ganz Belgien finden sich heute moderne Spa- und Wellnesseinrichtungen, die traditionelle Wasseranwendungen mit zeitgenössischen Behandlungsmethoden verbinden. Von luxuriösen Day-Spas in Brüssel und Antwerpen über naturnahe Wellness-Retreats in den Ardennen bis hin zu historischen Badeanstalten – das Angebot ist vielfältig und spiegelt die belgische Lebensart wider, die Genuss und Erholung in den Mittelpunkt stellt.
Besonders hervorzuheben ist die Verbindung von Wellness und der belgischen kulinarischen Tradition. Viele Spa-Einrichtungen ergänzen ihre Angebote mit regionaler Gastronomie, lokalen Bierspezialitäten und handwerklich hergestellter Schokolade. Die belgische Auffassung von Wellness ist ganzheitlich: Es geht nicht nur um körperliche Behandlungen, sondern um ein umfassendes Erlebnis, das alle Sinne anspricht – ganz in der Tradition der Kurgäste, die vor Jahrhunderten nach Spa reisten, um dort nicht nur zu trinken und zu baden, sondern auch das gesellschaftliche Leben, die Kultur und die Natur zu genießen.
Gesundheitstourismus in den Ardennen
Die Ardennen haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend als Destination für Gesundheitstourismus etabliert. Die Kombination aus sauberer Luft, ausgedehnten Wäldern, Thermalquellen und einer ruhigen, ländlichen Atmosphäre bietet ideale Voraussetzungen für Erholung und Regeneration. Neben den klassischen Thermalangeboten in Spa und Chaudfontaine entstehen in der Region immer mehr Wellness-Hotels, Yoga-Retreats und Naturerlebnis-Angebote, die sich an gesundheitsbewusste Reisende richten.
Die wallonische Region fördert den Gesundheitstourismus aktiv und investiert in die Infrastruktur der Thermalorte. Die Wanderwegenetz in den Ardennen, das Hohe Venn und die zahlreichen Fluss- und Waldlandschaften bilden eine natürliche Kulisse, die zur Bewegung und Entspannung einlädt. Waldbaden – das bewusste Eintauchen in die Waldatmosphäre – wird in den Ardennen zunehmend als therapeutische Praxis angeboten und fügt sich nahtlos in die lange Tradition der Naturheilkunde ein, die in Spa ihren Ursprung hat. Mehr über die Region Wallonien →
Spa besuchen – Praktische Hinweise
Spa liegt im Herzen der Ardennen und ist von Lüttich in etwa 45 Minuten mit dem Auto oder per Bahn erreichbar. Von Brüssel dauert die Anreise etwa anderthalb Stunden. Neben dem Thermalbad lohnen die historischen Pavillons der Trinkbrunnen, der Pouhon Pierre-le-Grand, das Casino und das Stadtmuseum einen Besuch. Wanderungen zu den Mineralquellen und in die Fagne de Malchamps gehören zu den beliebtesten Aktivitäten. Das Hohe Venn, eine einzigartige Moorlandschaft, beginnt gleich hinter der Stadt. Spa eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die Ardennen und zur Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.