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Triumphbogen

Brüssel – Hauptstadt Belgiens und Europas

Brüssel ist weit mehr als nur eine Hauptstadt – es ist ein Schmelztiegel der Kulturen, ein politisches Machtzentrum und eine Stadt voller Überraschungen. Die Region Brüssel-Hauptstadt umfasst 19 Gemeinden auf 161 Quadratkilometern und ist offiziell zweisprachig (Niederländisch und Französisch), wobei in der Praxis über 100 Sprachen gesprochen werden. Mit mehr als 180 Nationalitäten ist Brüssel eine der kosmopolitischsten Städte der Welt.

Die Stadt liegt geografisch in Flandern, gehört aber weder zur flämischen noch zur wallonischen Region, sondern bildet als Region Brüssel-Hauptstadt eine eigene politische Einheit. Diese besondere Stellung spiegelt die Komplexität des belgischen Staatsaufbaus wider und macht Brüssel zu einem faszinierenden Mikrokosmos, in dem sich die Sprachgemeinschaften, europäische Institutionen und eine bunte internationale Bevölkerung begegnen. Mehr zum politischen System Belgiens →

Atomium in Brüssel - Nahaufnahme
Das Atomium – Wahrzeichen Brüssels seit der Weltausstellung 1958
Einwohnerca. 1,2 Millionen (Region)
Fläche161 km²
SprachenFranzösisch, Niederländisch (offiziell zweisprachig)
Gemeinden19 (darunter Stadt Brüssel, Ixelles, Saint-Gilles, Schaerbeek, Uccle u.a.)
Internationale Orgs.EU, NATO, + über 1.000 weitere
NationalitätenÜber 180 – eine der vielfältigsten Städte weltweit
UNESCO-WelterbeGrand-Place (seit 1998)
WahrzeichenAtomium, Manneken Pis, Königlicher Palast
SpitznameHauptstadt Europas
Anreise aus WienFlug ca. 1,5 Stunden / Zug ca. 9 Stunden

Grand-Place – Das Herz der Stadt (UNESCO-Welterbe)

Der Grand-Place (auf Niederländisch: Grote Markt) gilt als einer der schönsten Plätze der Welt und wurde 1998 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Das gotische Rathaus aus dem 15. Jahrhundert mit seinem 96 Meter hohen Turm und die barocken Gildehäuser bilden ein atemberaubendes architektonisches Ensemble, das seinesgleichen sucht. Die Gildehäuser wurden nach der verheerenden Bombardierung durch französische Truppen im Jahr 1695 in nur wenigen Jahren im prachtvollen Barockstil wiederaufgebaut – ein Zeugnis des Stolzes und der Widerstandskraft der Brüsseler Bürger.

Alle zwei Jahre im August verwandelt sich der Grand-Place in einen riesigen Blumenteppich aus über 500.000 Begonien. Dieses Spektakel zieht Hunderttausende Besucher an und ist zu einem der ikonischsten Bilder Brüssels geworden. Rund um den Grand-Place erstreckt sich ein Labyrinth aus engen Gassen, gesäumt von Schokoladengeschäften, Spitzenläden, Bierbars und Restaurants. Die nahegelegenen Galeries Royales Saint-Hubert, eine der ältesten überdachten Einkaufspassagen Europas (eröffnet 1847), laden zum Flanieren zwischen edlen Boutiquen und historischen Cafes ein.

Manneken Pis – Das freche Wahrzeichen

Nur wenige Schritte vom Grand-Place entfernt steht die wohl berühmteste kleine Bronzestatue der Welt: das Manneken Pis. Die gerade einmal 61 Zentimeter hohe Figur eines urinierenden Knaben wurde 1619 von Jérôme Duquesnoy dem Älteren geschaffen und ist zum inoffiziellen Symbol der Brüsseler Selbstironie und des typisch belgischen Humors geworden. Das Manneken Pis besitzt eine Garderobe von über 1.000 Kostümen, die im Stadtmuseum am Grand-Place ausgestellt werden. Bei besonderen Anlässen wird die Figur eingekleidet – vom österreichischen Trachtenanzug bis zum Astronautenanzug ist alles vertreten. Weniger bekannt, aber ebenso charmant, sind die weibliche Variante Jeanneke Pis in der Impasse de la Fidélité und der Zinneke Pis, ein urinierender Bronzehund an der Rue des Chartreux.

Das Atomium – Ikone des 20. Jahrhunderts

Das Atomium wurde für die Weltausstellung 1958 (Expo 58) vom Ingenieur André Waterkeyn und den Architekten André und Jean Polak entworfen. Die 102 Meter hohe Konstruktion stellt eine 165-milliardenfache Vergrößerung einer Eisenkristallzelle dar und war ursprünglich nur als temporäres Bauwerk gedacht. Doch das Atomium eroberte die Herzen der Belgier und blieb stehen. In der obersten Kugel befindet sich ein Restaurant mit Panoramablick, und in den verbindenden Röhren führen Rolltreppen die Besucher durch wechselnde Ausstellungen. Das Atomium steht im Heysel-Park im Norden Brüssels, in unmittelbarer Nachbarschaft des Miniaturparks Mini-Europe und des Messegeländes Brussels Expo.

Der Königliche Palast und der Warandepark

Der Palais Royal an der Place des Palais ist die offizielle Residenz des belgischen Königs, auch wenn die Königsfamilie tatsächlich im Schloss Laeken im Norden Brüssels wohnt. Der klassizistische Palast dient als Arbeitsplatz des Monarchen und für offizielle Empfänge. Jeden Sommer, traditionell von Ende Juli bis Anfang September, werden die prachtvollen Innenräume für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Besonders eindrucksvoll ist der Spiegelsaal, dessen Decke der Künstler Jan Fabre 2002 mit 1,6 Millionen Flügeln des Juwelenkäfers verkleidete – ein surreales Kunstwerk, das die belgische Tradition der Verbindung von Tradition und Avantgarde perfekt verkörpert. Der Warandepark (Parc de Bruxelles) vor dem Palast ist der älteste öffentliche Park der Stadt und bildet eine grüne Achse zwischen dem Königlichen Palast und dem Parlamentsgebäude. Mehr zur belgischen Monarchie →

Das Europaviertel

Brüssel ist der faktische Sitz der Europäischen Union und beherbergt die wichtigsten EU-Institutionen. Das Berlaymont-Gebäude, Hauptsitz der Europäischen Kommission mit seiner markanten sternförmigen Architektur, das Justus-Lipsius-Gebäude und das Europa-Gebäude (Sitz des Europäischen Rates) sowie das imposante Europäische Parlament am Place du Luxembourg prägen das Europaviertel. Über 30.000 EU-Beamte und Zehntausende Lobbyisten, Journalisten und Diplomaten geben dem Quartier seinen einzigartigen internationalen Charakter.

Das Parlamentarium, das Besucherzentrum des Europäischen Parlaments, ist das meistbesuchte parlamentarische Besucherzentrum Europas und bietet kostenfreien Eintritt. In 24 Sprachen können Besucher hier die Geschichte der europäischen Integration erleben und den Parlamentsbetrieb hautnah mitverfolgen. In der Umgebung des Europaviertels haben sich zahlreiche internationale Organisationen, Denkfabriken und Medienvertretungen angesiedelt, was Brüssel nach Washington D.C. zum zweitwichtigsten Lobbying-Zentrum der Welt macht. Mehr über die EU in Brüssel →

EU-Kommission Berlaymont-Gebäude mit EU-Flaggen Triumphbogen im Cinquantenaire-Park

Kulturelle Highlights und Museen

Brüssel ist ein Paradies für Kulturliebhaber und besitzt eine Museenlandschaft, die mit deutlich größeren Metropolen mühelos mithalten kann. Die Königlichen Museen der Schönen Künste (Musées Royaux des Beaux-Arts) am Mont des Arts umfassen mehrere Teilmuseen und beherbergen eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Europas, von den altflämischen Meistern Bruegel und Van der Weyden über Rubens bis hin zur Moderne.

Das 2009 eröffnete Magritte-Museum, das dem Brüsseler Surrealisten René Magritte gewidmet ist, zeigt über 200 Werke des Künstlers und ist das weltweit größte Museum zu seinem Schaffen. Magrittes rätselhafte Bildwelten mit Bowler-Hüten, schwebenden Felsen und verhüllten Gesichtern sind untrennbar mit der Stadt verbunden. Mehr zur belgischen Kunst →

Belgisches Comic-Zentrum

Im prachtvollen Jugendstil-Kaufhaus von Victor Horta befindet sich das Centre Belge de la Bande Dessinée, das die große belgische Comic-Tradition von Tim und Struppi über die Schlümpfe bis Lucky Luke feiert. Belgien hat mehr Comic-Zeichner pro Quadratkilometer hervorgebracht als jedes andere Land. Ergänzend dazu zieren über 50 großformatige Comic-Wandbilder (Fresques) die Hausfassaden der Innenstadt und verwandeln ganze Straßenzüge in eine begehbare Galerie. Mehr zu belgischen Comics →

Musikinstrumentenmuseum (MIM)

Das Musikinstrumentenmuseum im spektakulären Jugendstil-Gebäude Old England am Mont des Arts beherbergt über 8.000 Musikinstrumente aus aller Welt und verschiedenen Epochen. Besucher erhalten Kopfhörer, über die sie die Klänge der ausgestellten Instrumente hören können, während sie durch die Sammlung wandern. Das Dachrestaurant bietet einen der schönsten Panoramablicke über die Brüsseler Skyline.

Jugendstil-Erbe von Victor Horta

Brüssel gilt als Wiege des Jugendstils (Art Nouveau). Der Architekt Victor Horta revolutionierte ab den 1890er-Jahren die europäische Architektur mit fließenden Formen, geschwungenen Eisenkonstruktionen und lichtdurchfluteten Innenräumen. Vier seiner Brüsseler Stadthäuser – darunter sein eigenes Wohnhaus, das heutige Horta-Museum in Saint-Gilles – gehören zum UNESCO-Welterbe. Ein Spaziergang durch die Viertel Ixelles und Saint-Gilles offenbart Dutzende weiterer Jugendstil-Fassaden. Mehr zur belgischen Architektur →

Mini-Europe

Direkt neben dem Atomium liegt Mini-Europe, ein Miniaturpark, in dem über 350 maßstabsgetreue Nachbildungen berühmter europäischer Bauwerke zu bewundern sind – vom Eiffelturm über den Big Ben bis zur Akropolis. Auf einer Fläche von rund 24.000 Quadratmetern können Besucher Europa im Kleinen erleben, mit interaktiven Modellen, fahrenden Zügen und detailgetreuen Landschaftsgestaltungen. Ein ideales Ausflugsziel für Familien.

Parlamentarium

Das Besucherzentrum des Europäischen Parlaments bietet eine multimediale Reise durch die europäische Integration. Interaktive Displays, ein begehbares 360-Grad-Kino und persönliche Audioguides in 24 Sprachen machen den Besuch zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Der Eintritt ist frei, was das Parlamentarium zum meistbesuchten parlamentarischen Besucherzentrum der EU macht.

Comic-Wandbilder (Fresques)

Über 50 großformatige Wandmalereien mit belgischen Comic-Figuren schmücken die Hausfassaden der Brüsseler Innenstadt. Von Tim und Struppi an der Rue de l'Etuve über Lucky Luke an der Rue de la Buanderie bis hin zu den Schlümpfen – ein eigener Comic-Wandbild-Rundgang führt Besucher zu den schönsten Fresken und macht die Stadt zu einer begehbaren Comic-Galerie.

Die 19 Gemeinden – Eine Stadt, viele Welten

Die Region Brüssel-Hauptstadt besteht aus 19 eigenständigen Gemeinden (communes/gemeenten), jede mit eigenem Bürgermeister und Gemeinderat. Diese einzigartige administrative Struktur sorgt dafür, dass Brüssel kein einheitliches Stadtbild besitzt, sondern ein Mosaik aus Vierteln mit ganz unterschiedlichem Charakter. Die Stadt Brüssel (Ville de Bruxelles) selbst ist nur eine dieser 19 Gemeinden und umfasst das historische Zentrum. Die anderen Gemeinden – darunter Ixelles, Saint-Gilles, Schaerbeek, Uccle, Forest, Anderlecht und Molenbeek – tragen jeweils ihre eigene Identität und Atmosphäre bei.

Stadtviertel mit Charakter

Sablon – Antiquitäten und Schokolade

Das Sablon-Viertel (Grand Sablon und Petit Sablon) gilt als eines der elegantesten Quartiere Brüssels. Am Wochenende findet auf dem Grand Sablon ein renommierter Antiquitätenmarkt statt, und in den umliegenden Straßen reihen sich Antiquitätengeschäfte, Kunstgalerien und die bekanntesten Chocolatiers des Landes aneinander. Wittamer, Pierre Marcolini und Patrick Roger haben hier ihre Flagshipstores. Der kleine Park Petit Sablon mit seinen 48 Bronzestatuen, die die mittelalterlichen Zünfte darstellen, ist eine bezaubernde Oase der Ruhe. Mehr zur belgischen Schokolade →

Ixelles und Saint-Gilles

Diese beiden Gemeinden südlich des Stadtzentrums sind das kreative Herz Brüssels. Rund um die Place Flagey und die Teiche von Ixelles pulsiert ein kosmopolitisches Leben mit unabhängigen Buchläden, Vintage-Shops, internationalen Restaurants und lebhaften Cafes. Saint-Gilles beherbergt das Horta-Museum und beeindruckt mit seinen prächtigen Jugendstil-Fassaden. Beide Viertel sind bei jungen Kreativen, Künstlern und internationalen Bewohnern besonders beliebt und bieten ein authentisches Brüsseler Lebensgefühl abseits der Touristenpfade.

Matonge – Afrikanisches Viertel

Das Viertel Matonge rund um die Porte de Namur und die Chaussée de Wavre ist das lebendige afrikanische Herz Brüssels. Benannt nach einem Marktviertel in Kinshasa, spiegelt Matonge die historischen Verbindungen Belgiens zum Kongo wider. Hier finden sich afrikanische Stoffläden, kongolesische Restaurants, Friseursalons, Musikgeschäfte und eine pulsierende Straßenkultur. Matonge ist ein faszinierendes Beispiel für die kulturelle Vielfalt Brüssels und für die Art und Weise, wie Migration das Stadtbild bereichert.

Saint-Géry und Dansaert

Das Viertel rund um die Halles de Saint-Géry und die Rue Antoine Dansaert ist das Epizentrum des Brüsseler Nachtlebens und der unabhängigen Modeszene. In den ehemaligen Markthallen finden regelmäßig Ausstellungen und Events statt, während in den umliegenden Straßen belgische Modedesigner ihre Boutiquen betreiben. Bars, Cocktailbars und Clubs ziehen jeden Abend ein junges, internationales Publikum an.

Zweisprachig und multikulturell

Brüssel ist offiziell zweisprachig (Französisch und Niederländisch), doch die Realität ist noch viel bunter. Obwohl die Mehrheit der Einwohner im Alltag Französisch spricht, hört man auf den Straßen Arabisch, Türkisch, Spanisch, Portugiesisch, verschiedene afrikanische Sprachen, Englisch und viele weitere Idiome. Mit über 180 vertretenen Nationalitäten und einem Anteil von rund 35 Prozent ausländischen Einwohnern ist Brüssel eine der kulturell vielfältigsten Städte der Welt. Diese Diversität spiegelt sich in der Gastronomie, den Märkten und dem täglichen Zusammenleben wider. Mehr zu Belgiens Sprachen →

Grünes Brüssel – Parks und Erholung

Trotz seines urbanen Charakters ist Brüssel eine erstaunlich grüne Stadt. Fast die Hälfte der Regionsfläche besteht aus Parks, Gärten und Grünflächen, was Brüssel zu einer der grünsten Hauptstädte Europas macht.

Cinquantenaire-Park (Jubelpark)

Der 1880 anlässlich des 50. Jahrestags der belgischen Unabhängigkeit angelegte Parc du Cinquantenaire ist einer der prächtigsten Parks Brüssels. Der imposante Triumphbogen, die weitläufigen Rasenflächen und die drei Museen im Parkgelände – das Königliche Museum für Kunst und Geschichte, Autoworld und das Königliche Museum der Streitkräfte – machen den Jubelpark zu einem kulturellen und landschaftlichen Höhepunkt. An sonnigen Tagen versammeln sich hier Brüsseler aller Herkunft zum Picknicken, Joggen und Entspannen.

Bois de la Cambre und Soignes-Wald

Am südlichen Rand der Stadt öffnet sich der Bois de la Cambre, ein englischer Landschaftspark, der nahtlos in den riesigen Forêt de Soignes übergeht – einen 4.400 Hektar großen Buchenwald, der teilweise zum UNESCO-Welterbe gehört. Diese grüne Lunge bietet Wanderwege, Reitwege und Radstrecken inmitten majestätischer Buchenhallen. Der künstliche See im Bois de la Cambre mit seiner Robinson-Insel ist ein beliebter Treffpunkt an Sommerwochenenden. Mehr zur Natur Belgiens →

Kulinarische Hauptstadt

Brüssel ist ein Schlaraffenland und darf sich mit Recht als eine der kulinarischen Hauptstädte Europas bezeichnen. Die Stadt verfügt pro Kopf über mehr Restaurants als Paris, und die Spannbreite reicht von einfachen Frittenbuden bis zu sternegeschmückten Gourmettempeln. Die belgische Küche verbindet französische Raffinesse mit flämischer Großzügigkeit bei den Portionen – eine Kombination, die Feinschmecker aus aller Welt begeistert. Mehr zur belgischen Küche →

Die Galeries Royales Saint-Hubert beherbergen legendäre Chocolatiers wie Neuhaus, wo 1912 die Praline erfunden wurde. Am Grand Sablon reihen sich die Schokoladengeschäfte der bekanntesten Marken aneinander – von Pierre Marcolini bis Wittamer. Die berühmten belgischen Waffeln gibt es in Brüssel in zwei Varianten: die leichte, rechteckige Brüsseler Waffel und die dickere, süßere Lütticher Waffel. Waffelstände finden sich an nahezu jeder belebten Ecke der Innenstadt.

In den Frituren rund um die Place de la Bourse und in der Rue des Bouchers gibt es die besten Pommes frites des Landes – zweimal frittiert und in einer Papiertüte mit Mayonnaise serviert. In der Saison der Moules-frites dampfen die Muscheltöpfe in jedem Bistro. Dazu kommt die unglaubliche Biervielfalt: Brüssel ist die Heimat der spontan vergorenen Lambic-Biere und der daraus gewonnenen Geuze, die im Senne-Tal rund um die Stadt gebraut werden. Traditionelle Gueuze-Brauereien wie Cantillon mitten in der Stadt bieten Führungen und Verkostungen an. Mehr zum belgischen Bier →

Wussten Sie schon?

Entgegen der weit verbreiteten Annahme stammt der Rosenkohl (auf Französisch: choux de Bruxelles) tatsächlich aus der Region Brüssel. Die Kreuzblütler wurden erstmals im 13. Jahrhundert in der Nähe von Brüssel in den sogenannten Sint-Gillis-Gärten angebaut und verbreiteten sich von dort aus in ganz Europa. Noch heute ist Rosenkohl ein wesentlicher Bestandteil der traditionellen belgischen Winterküche. Mehr zur Frittüren-Kultur →

Nachtleben und Restaurantszene

Das Brüsseler Nachtleben ist so vielfältig wie die Stadt selbst. Rund um die Place Saint-Géry und die Rue du Marché au Charbon konzentrieren sich trendige Cocktailbars und Clubs, während das Viertel um die Place Flagey in Ixelles für seine gemütlichen Bierbars und Jazzkneipen bekannt ist. Die Rue des Bouchers und die angrenzenden Gassen bilden das traditionelle Gastronomieviertel – obwohl Kenner eher die weniger touristischen Restaurants in den Seitenstraßen bevorzugen. Das Viertel Sainte-Catherine rund um die ehemalige Fischhalle ist bekannt für hervorragende Fischrestaurants. Brüssel hat zudem eine lebendige LGBTQ+-Szene mit zahlreichen Bars und Clubs rund um die Rue du Marché au Charbon.

Praktische Informationen

Anreise aus ÖsterreichFlug nach Brüssel (ca. 1,5 h) oder Zug über Köln (ca. 9 h); Thalys/Eurostar aus Paris (1 h 22 min)
Beste ReisezeitApril bis Oktober, besonders schön zur Zeit des Blumenteppichs (August, alle 2 Jahre)
FortbewegungMetro, Tram, Bus (STIB/MIVB); zu Fuß und per Fahrrad (Villo!)
ÜbernachtungBreites Angebot von Luxushotels bis Budget-Hostels, besonders im Zentrum und rund um den Grand-Place
Sprache im AlltagFranzösisch dominiert, Englisch weit verbreitet, Niederländisch offiziell gleichberechtigt
TippDie Brussels Card bietet freien Eintritt in über 40 Museen und Ermäßigungen für Sehenswürdigkeiten
Wichtige MuseenMagritte-Museum, Comic-Zentrum, MIM, Königliche Museen, Autoworld, Horta-Museum
FamilienfreundlichMini-Europe, Atomium, Naturwissenschaftliches Museum, Parlamentarium

Brüssel erleben

Ob ein Besuch des Atomiums mit seinem 360-Grad-Blick, ein Spaziergang durch den Jubelpark, eine Erkundung der Comic-Wandbilder in den Straßen, ein Nachmittag in den Schokoladengeschäften am Sablon oder ein Abend in den lebhaften Vierteln Saint-Géry und Flagey – Brüssel überrascht bei jedem Besuch aufs Neue. Die Stadt ist zudem ein idealer Ausgangspunkt für Tagesausflüge nach Brügge, Gent, Antwerpen oder Löwen, die alle in weniger als einer Stunde mit dem Zug erreichbar sind. Planen Sie mindestens drei volle Tage ein, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die kulinarischen Genüsse und die vielfältigen Stadtviertel zu erkunden. Mehr Reiseinformationen →